• Hallo zusammen.

    Ich habe ein Freund, der sich bald ein Haus bauen will. Sobald er das Grundstück dafür hat. Ist schon heftig, wie lange man in unseren Breitengraden auf ein Baugrundstück warten muss, das eine gute Lage hat. Jedenfalls hat er sich überlegt, ob die Wahl des Hauses irgendwelche Einflüsse hat auf die Vernetzung seines Hauses? Er will die ganz großen Geschütze auffahren und wenn möglich alles früher oder später durch Sprache und KI steuern. Gibt es da? Wenn man bspw. Fertighaus oder Steinhaus vergleicht? Oder ein Holzhaus?

  • Kommt auf die Vernetzung an. Da gibt es einmal den Standort, der so idyllisch gelegen ist, dass es dort nur Internet mit weniger als 1 Mbit gibt.


    Ob Stein-, Holz- oder Plastikhaus: Hier kommt es auf die Größe an. 800qm Wohnfläche müssen anders vernetzt werden als 60. Wenn ich das machen müsste, würde ich in viele Räume ein Netzwerkkabel legen, die alle an einem Ubiquiti-Switch zusammen kommen. Dort steht dann auch der Internet-Router, die HUE-Bridge, der Homebridge-Raspi, und die werden ebenfalls an den Switch angeschlossen. Gut ist ein Ort, der ein bisschen belüftet ist und wo man den ganzen Schmonzes reintun kann, der einem sonst blinkend auf die Nüsse geht, und dann die Klappe zumacht.


    Die Netzwerkverkabelung wird womöglich gar nicht genutzt, aber wenn die WLAN-Verbindung in anderen Stockwerken oder entfernten Zimmern zu schwach ist, dann kann man dort an irgendeine Netzwerkdose einen Ubiquiti-Repeater hängen.


    Ich würde nicht nur auf Festverkabelung setzen, denn es gilt die Formel: die Anzahl der anzuschießenden Netzwerkgeräte ist gleich der Anzahl der Netzwerkdosen minus eins. Die Verkabelung dient vor allem dem Anschluss von Repeatern. Möglicherweise reicht einer pro Stockwerk, aber wie gesagt: das ist abhängig von der Größe des Anwesens. Ich würde aber ein Kabel zur Glotze legen, denn da steht dann bestimmt auch der AppleTV.


    Ich würde CAT6e-Kabel nehmen, bei CAT7 braucht man andere Stecker und die passen dann wieder nicht in handelsübliche Switches.


    Stefan

  • Stimme da dem sschuste zu, an sich wird die Art des Hauses keine große Rolle spielen. Außer in den Wänden sind überall Bleistangen und andere Metallstangen drinnen, die das Wlan stören. Oder man tapaziert die Wände mit so einer Spezialtapete, die Funkwellen stören. Habe ich mal gesehen. Dann ist das eher kontraproduktiv. Aber ansonsten spielt das wirklich keine Rolle. Die Lage ist viel entscheidender und wie das Haus geschnitten ist. Ist besser, wenn jeder Raum gut durchlüftet werden kann, unabhängig von der Vernetzung.

  • Die innenliegenden, tragenden Wände in unserem Haus schirmen das WLAN Signal teilweise ziemlich heftig aus, ich musste jetzt an einer günstigen Stelle einen Repeater setzen. Dann sollten auch WLAN-Geräte (wie z.B. Sonoff/diverse nativ HomeKit fähige) kein Problem darstellen.


    Bluetooth fällt bei mir total raus, grausame Erreichbarkeit im Haus. Zigbee (Hue etc.) und ZWave dagegen funktionieren wegen der Mesh-Funktionalität bestens.

  • Baugrund ist immer sehr begehrt. Bei uns in der Gegend ist beispielsweise das meiste von irgendwelchen Firmen aufgekauft, sodass man nur schwer noch an was rankommt. Ich weiß nicht, ob das deine Frage beantwortet, aber ein Freund von mir will sich ein Haus über https://www.danhaus.de/holzhaus/hausbau.html anfertigen lassen und hat da vor komplett auf erneuerbare Energie im Haus zu setzen. So wie ich das verstanden hab, kann man mit denen auch das mit der KI Steuerung ansprechen.

  • Hey,

    wenn ich das richtig verstanden hatte von meinem Freund, dann wollte er das ganze schon selbst machen. Er hatte Informatik studiert, ist da also guter Dinge. Aber Bauwesen eben nicht und weiß daher nicht, was da schirmt und was nicht. Melvil was für eine Art Haus habt ihr da? Also warum schirmen die tragende Wände das WLAN so heftig aus? Weil genau das will mein Freund ja vermeiden. Er wollte glaube ich an jeder Ecke einen Repeater aufstellen, mit einer schwachen Signalleistung. So soll die Strahlungsdichte niedriger werden, falls es doch schädlich sein sollte. Weniger ist manchmal mehr.

  • Also warum schirmen die tragende Wände das WLAN so heftig aus? Weil genau das will mein Freund ja vermeiden.

    Weil tragende Wände heute sehr oft aus Stahlbeton sind und dieser Stört dann das Signal eventuell zu stark.

    Gruß maNu

  • Ich habe mir auch gerade ein Grundstück gekauft und werde mir da als Altersruhesitz ein Haus aus Überseecontainern draufsetzen da habe ich mir die gleichen Gedanken wie Dein Kollege gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich in jeden Raum 2 Netzwerkanschlüsse via Kabel legen lasse und dann damit ein WLAN aus mehreren Accesspoints realisiere. Das Grundstück (3ha) werde ich mit Outdoorgeeigneten Accesspoints in den Bäumen abdecken, hoffentlich klappt das so, wie ich mir das vorstelle...

  • Dein Freund sollte sich ein richtiges WLAN aufbauen, aus mehreren AccessPoints, die als ein WLAN agieren. Notfalls könnte er auch ein MESH aufbauen.

    Aber Repeater sind immer die schlechteste Wahl!

    Sein Freund hat Informatik studiert und sollte so etwas eigentlich auch wissen. Vermute einfach sein Freund immer nur von Repeatern redet, da er nicht den Unterschied jedesmal erklären will.


    Um Mesh wird er aber leider nicht wirklich rumkommen, den zumindest die Apple Geräte haben extremes Problem mit den WLAN Roaming. Meine ganzen Geräte wählen sich schon lange nicht mehr in das stärkere Netz ein sondern bleiben solange im alten Netz bis die Verbindung zu diesen wegen Mangelnder Stärke abbricht.


    Spielt dabei auch keine Rolle ob es neue Geräte sind, die komplett neu eingerichtet sind oder über ein Backup eingerichtet werden. Das hat nach irgend einen iOS Update angefangen nicht mehr wirklich zu funktionieren und seitdem ist das leider so geblieben.

    Gruß maNu