Sevus epp
danke Dir für diesen Thread, in Zeiten der Internet-Outrage kennt man das garnicht, dass wer so proaktiv Hilfe anbietet 
Ich glaub mein Problem hat zwei Kernpunkte:
1.) ich dachte Homekit wäre die Lösung für das "Bastelproblem", sprich Homekit setzt IoT Nachrüstsets gleich mit ganzheitlichen Smarthome Lösungen.
2.) ich war mir gar nicht bewusst darüber was es alles mit sich zieht, wenn ich jetzt "bastle".
Ich helfe doch gerne 
Du hast aber auch Glück das ich derzeit etwas mehr zeit habe. Den bei meinem Fortschritt hakt es zur zeit ein wenig wie mein Elektriker sehr eingespannt ist.
zu 1)
Das ist nur sehr bedingt richtig. HomeKit kann so viel nicht, was die einzelnen IoT Systeme in sich können und andersrum. Das fängt bei ganz simplen vermeintlich selbstverständlichen Dingen an, wie HomeKit kennt den langen Tastendruck fürs Dimmen so lange die Taste gedrückt ist nicht
Ob HomeKit oder andere IoT Syteme, alle Schränken irgendwie auch in den Möglichkeiten der Automatisierung ein. Wenn du dich hier durch dieses und andere Foren kämpfst, wirst du genug Beispiele finden. Letztendens kommt man, ohne mit Einschränkungen leben zu müssen, nicht drum neben der Home App noch die ein oder andere Herstellerapp nutzen müssen. Das wird dir hier wohl jeder bestätigen können.
zu 2)
Basten ist eben Basteln. Es ist günstiger, kommt doch aber nie an ne maßgeschneiderte Lösung vom Profi ran...
Wir haben das Haus vor kurzem übernommen, es werden noch einige Arbeiten getätigt und Anfang Januar wollen wir einziehen. Auf meiner 2-Do-Liste stehen dann so Sachen wie Wandthermostate, Rollo Steuerung, Klingel und Beleuchtung und da wir ja jetzt unmittelbar vor dem Black Friday stehen, war mein Gedanke jetzt schonmal die Lösungen die mich interessieren rauszusuchen und so viel es geht zu sparen.
Lass dich vom anstehenden Black Friday nicht unter Druck setzten. Unter Druck tritt man selten gute Entscheidungen. Ich weiss, beim Hauskauf spielt das gute Geld ne große Rolle, aber denk dran: Wer billig bzw. ohne Planung kauft, kauft zwei Mal oder ärgert sich lange lange Zeit... Ich nehme mich mal selbst als Beispiel. Ich habe beim Hauskauf locker 3000€, ehr mehr in IoT versenkt um dann nochmal mit KNX anzufangen. Ich habe Schritt 1 ausgelassen : "Bestandsaufnahme"
und schon vor Übergabe fleißig eingekauft.
Zum Haus selbst muss man folgendes sagen: Es wurde tatsächlich so viel wie auch nur irgend möglich gespart, die Anzahl der Steckdosen ist nur deshalb okay, weil unseres mit einem "premium" Paket geplant wurde, bei dem die Menge der Steckdosen hochgeschraubt wurde. Die Anschlüsse für Lampen sind sehr sperrlich, weshalb ich ja so viel Hoffnung in Hue stecke, da ich eher ein Fan von passiver Raumbeleuchtung bin.
Steckdosen kann man nie genug haben
Bei mir sind auch 20+ pro Raum geworden 
Mit "passive Beleuchtung" meinst du wahrscheinlich "indirekte Beleuchtung". Davon bin ich auch ein großer Fan und setzte sie auch gerade Stück für Stück um. Auch bei nur einem Lampenauslass in der Mitte des Raums lässt sich da aus ein einer Gipskartonplatte und ein paar Trockenbauprofilen was zaubern - ein Deckensegel(schafft auch gleich Platz für die nötige Technik). Habe ich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten bei uns im Esszimmer 15qm auch umgesetzt. Ich hänge dir ein paar Fotos an. Schau aber nicht so auf die unsauber gearbeitete Decke. Die ist noch vom Vorbesitzer und wird von mir noch überarbeitet. Aktuell ist es als rein indirekte Hauptbeleuchtung ausgelegt. Es ist aber so geplant, dass ich im Nachgang jederzeit fix noch Spots/Downlights einbringen kann.
Ob du mit bei sowas mit z.B. Hue LightStrips glücklich werden würdest ist fraglich, kommt auch sehr drauf an ob es zusätzliche Akzentbeleuchtung oder Hauptbeleuchtung werden soll. Hue Strips machen bei den Weisstönen nur um die 900lm/m(bunt deutlich weniger) und die schaffen sie auch nur auf 2m mit einem Hue Netzteil. Ich habe 3,8m mit 2400lm/m 2700k warmweiss verbaut. Dafür findet man auch Controller und Netzeile um sie z.B. mit Hue betreiben zu können. Ob man unbedingt RGB dazu braucht muss jeder selbst wissen - vernünftig ausgelegt ist es recht teuer. Ichs brauchs nicht. In CCT/TW sehe ich ggf. noch einen Sinn. Beim Licht sollte man sich erst Gedanken machen "Was brauche/will ich?" (ggf. was ist möglich) und dann die Steuerungstechnik dazu kaufen.
Zu Deinen Fragen:
Wie genau die Hausstromverkabelung aussieht weiß ich jetzt ad-hoc leider nicht (wohnen aktuell ca. 1 Stunde Autofahrt vom Haus entfernt, daher kann ich nicht schnell hin hüpfen). Es kann gut sein, dass N-Leiter bei jedem Schalter vorhanden sind, die UP-Dosen sind aber soweit ich das in Erinnerung habe die 0815 49mm tiefen Ritter Hohlwanddosen.
Klingel ist 4-adrig angeschlossen, im Sicherungskasten ist ein billo Spannungswandler auf dem 8V steht, der aber 13V liefert. Was ich nicht genau weiß ist, was danach mit den Kabeln passiert, irgendwo müssen die zusammangeschaltet sein, das ist aber weder bei Klingelschalter, Gong, noch im Sicherungskasten der Fall.
Abgehängte Decken haben wir leider gar keine. Das Thema sehe ich mich tatsächlich irgendwann angehen, weil mich die Vorbereitung zur Beleuchtung doch sehr nervt - das wird aber frühestens in ein paar Jahren passieren. Auch irgendeine andere Möglichkeit Kabel zu verstecken sehe ich nicht. Ich bin froh, immerhin einige Leerrohre zu haben in die ich CAT-Kabel legen kann.
Wie erwähnt: Die genaue Bestandsaufnahme ist unerlässlich.
49mm Tiefe Up Dosen sind misst. Da ist es sehr sportlich ggf. unmöglich da ein UP Modul drunter zu bekommen. Da bleiben dann nur so Lösungen wo Schalter und Aktor eins sind und somit nicht besonders tief. Das führt dann wieder zu mehreren "Schalterprogrammen" im Haus 
An dieser Stelle, auch weil du erwähnt hast, dass Sprachsteuerung keine Rolle für euch spielt, kommt mir Homematic IP in den Kopf...
Weiter im Text nach der kurzen Pause...
Homematic IP so ein Zwischending zwischen der typischen IoT Welt und Profi-KNX. Homematic IP hat eins ziemlich vollumfängliches Sortiment, auch so Aktor-Schalter-Kombis für Licht schalten/dimmen/Rollos, wie der Meross Rolladenschalter, die du in die mitteltiefe UP Dose reinbekommen müsstest. Voraussetzung ist hier aber, soweit ich weiss, auch der N-Leiter am Schalter (bei Licht / bei Rollos ist er sowieso vorhanden). Die haben auch Adapter das man alle möglichen Schalterprogramme oben drauf "bügeln" kann. Inzwischen gibts dafür auch ein RGBW Controller, wodurch du auf Hue verzichten könntest. Wobei sich Hue grundsätzlich über die Hue Bridge in Homematic integrieren lässt. Mit deren neuen Gateway (Home Control Unit) kann man, meine ich, auch Videoklingeln und Sicherheitskameras einbinden. Zudem gibts auch ne Wetterstation, wodurch ne weitestgehend gute Beschattungssteuerung möglich sein müsste. Ob Cloud(kostenlos, keine persönlichen Daten notwenig) oder Nicht kann man damit selbst entscheiden. Insgesamt ein ziemlich vollumfängliches Paket und alles in einer App, was für dich wahrscheinlich interessant sein könnte.
Die Klingel 4Adrig ist schon mal nicht verkehrt. Wenn da alle Kabel an einer Stelle zusammengeführt sind, könnte man mit da eine POE IP Klingel draus machen.
Ich bin auch etwas unsicher wie sehr ich/wir eine professionelle Smarthome Lösung überhaupt benötigen.
Professionell heißt ja nicht nur für den Profi gemacht. Es bedeutet auch professionell langlebig(Jahrzehnte!) ausgelegt, professionell universell kombinierbar und "einbauen, vergessen, geniessen". An KNX sieht man sehr gut, dass Standards nur die Industrie schafft wo sie dadurch spart. Schau dir die IoT Smart Home Welt an... Die Kompatibilität/Kombinierbarkeit ist ein Krampf. Und wer profitiert davon? Die IoT Industrie. Für die Industrie sind die drei genannten Punkte gewinnoptimierend, genauso wie mangels grußzügiger Kompatibilität Kunden an ihr System zu binden.
Bei KNX siehst du jetzt wahrscheinlich die hohen Kosten für eine ordentliche Vollauslastung beim Neubau. Was oft nicht gesehen wird, das um 1/3 der Kosten rein für die Parametrierung (Programmierung) des Hauses drauf gehen - üblich für ein EFH 15.000-25.000€, je nach individuellen Wünschen und Ausstattung. Kauf man die ETS und macht das selbst, spart man um die 95-95% dieser Kosten.
In deinem Fall, wo die Möglichkeiten sowieso eingeschränkt sind, fallen auch bei der Hardware viele Kosten weg.
Angenommen du bekommst die KNX RF UP Module/Aktoren in die UP Dosen und hast dort auch überall N-Leiter.... ausgegangen von einem 5-Zimmer Haus...Du bindest Licht, Beschattung und Heizung (Heiuzkreisverteiler) ein, solltest du grob überschlagen inkl. Aktoren(Module), LED Netzteile, Systemgeräte, ETS unter 10.000€ liegen. Fertig selbst Prametriert ist deine Hütte denn das 3-fache davon mehr wert.
Weitere Sachen wie Bewegungs-/Präsenzmelder, Fensterkontakte uns sowas könne. später noch teils auch günstig nachgerüstet werden
In der IoT Welt wird besonders das Thema ABO in den nächsten Jahren ziemlich garantiert immer interessanter und teuer. Schauen wir uns mal an wie das mit den Apps war als die Smartphones rauskamen - 99% kostenlos und wenns mal was gekostet hat warens ein paar Cent. Und wie ist es heute ?!
So jetzt hab ich erstmal genug geschrieben. Mir qualmt der Schädel... Wenn ich worauf noch nicht eingegangen bin darfst du gern erneut drauf ansprechen,...