Andreasweiden : Wir haben so eine Konzept für uns zu Hause am laufen.
Unser Konzept ist jetzt Nicht auf den Weltuntergang ausgelegt, das wäre auch übertrieben, aber auf einen autarken Weiterbetrieb bis maximal 60 Tage.
Klar kann man sagen, das bei einem länger anhaltenden Stromausfall man so oder so irgendwann evakuiert werden würde, aber das ist für uns keine Option, da wir Tier haben die versorgt werden müssen.
Im Endeffekt kommt es auch immer darauf an, was man wirklich will und wo man auch wohnt.
Im kurzen sieht unser Konzept so aus:
- SmartHome: Komponenten sind alle so ausgelegt, das sie auch ohne aktive Internetverbindung funktionieren.
- Internet: Da haben wir 2 Zugänge. Zum einen Internet über unseren Kabelanbieter und dann noch eine Backup LTE Leitung.
Hab einen Router der selbstständig umschaltet.
Ob beides gleichzeitig weg ist oder nur eines hängt von der Ausdehnung des Stromausfalls ab.
- Unterhaltung und Multimedia: klar haben wir haufenweise Streamingteile die dann nicht mehr laufen würden. Dafür hätten wir zum einen noch ein Emby Mediasystem, worüber wir haufenweise Filme und Serien gucken könnten und auch noch ein gut gefülltes Bücherregal.
- Strom: wichtigste Teile sind über AkkuUSV für kurze Stromausfälle abgesichert. Bei längerem Stromausfall kann ich per Lastschalter das komplette Haus vom Strom trennen und auf ein Notstromaggregat umlegen. Aber auch hier muss mitbedacht werden, die meisten Notstromaggregate sind nicht für 24h Betrieb ausgelegt, bzw. der Kraftstoffbedarf wäre auch exorbitant!
Wir kalkulieren mit 10-14h Betrieb am Tag, weshalb haben wir auch einen 2000l Dieseltank (KEIN Heizöl) haben.
Da unsere Fahrzeuge auch Diesel sind, tanken wir auch regelmäßig davon und füllen dann den Tank mit „frischem“ Diesel auf. Meist in den Sommermonaten.
- Heizung: Wir haben eine Gasheizung. Öl wäre zwar für das Konzept besser, aber eine Umrüstung wäre zu teuer.
Da bei einem längeren Stromausfall auch damit zu rechnen ist, das der Gasdruck absinkt, schätzen wir, das nach 2-4 Tagen die Gasheizung nicht mehr laufen würde.
Da wir aber 2 Holzöfen im Haus haben, stört uns das nur ein bisschen. Holz haben wir für viel längeren Zeitraum draußen liegen.
- Wasser: Da wie beim auch der Wasserdruck schnell absinken würde, haben wir einen eigenen Brunnen. Der beim Haus schon dabei war (BJ 1929) wieder aktiviert. Hauptsächlich benützen wir den für Poolwasser, Gartenwasser, Pferdetränken, Waschmaschine und Toilettenspülung.
Unser Brunnenwasser hat Trinkqualität, geht aber trotzdem noch durch eine separate Filteranlage.
- Nahrungsmittel: da wir ländlich wohnen, einen großen Garten haben, selber anbauen und so ist unsere Speisekammer immer so gefüllt, das man alleine vom Kompott locker ein Jahr leben kann. Fleisch haben wir auch genug in den Tiefkühlern, da ich und meine halbe Familie Jäger sind.
Also brauchen wir keine Langzeitnahrung usw
- Plünderungen: da mach ich mir keine Gedanken. Da ich auch Jäger bin und meine Frau auch mit Waffen umgehen kann.
Vielleicht hilft dir ja der ein oder andere Ansatz von uns weiter.
liebe Grüße
Torben