trotzdem wird die Homebridge für beides genutzt
Kann man für beides nutzen, muß man aber nicht. Die Homebridge ist eine Art Swiss Army Knife. Es öffnet fast alles, was einem beim Wandern durch die Welten des IoT so begegnet. Hat man aber einen richtigen Büchsenöffner von WMF greifbar oder ist ein ordentlicher Korkenzieher vorhanden, erübrigt sich jedes Provisorium, so sympathisch es auch sein mag. Kaltduscher werden einwenden: Ein Mann und sein Taschenmesser - mehr braucht es nicht! Dem würde ich als bekennender Kurzwaffenträger nicht widersprechen, allerdings hat das Gleichnis einen Fehler: Die Homebridge ist kein ausgereiftes Produkt. Tausende von Enthusiasten tüfteln an zehntausenden Plugins. Das ist Fluch und Segen zugleich. Man findet zu den exotischsten Gerätschaften Anbindungen für Apple Home. Wenn ich aber Pech habe, entdeckt ausgerechnet der Entwickler des Plugins für meinen DECT-Rührbesen plötzlich den Spaß am realen Leben und fährt den Rechner runter. Weltumseglung, exzessiver Sex, Bierbrauen oder eine plötzliche Hinwendung zum Kontrafagott - die möglichen Anfechtungen sind ungezählt.
Fazit: Homebridge ist super, wenn man nicht nativ anbinden kann. Jeder Umweg und jede zusätzliche Bridge aber macht die Sache komplexer, fehleranfälliger, pflegeaufwändiger. Seit dem letzten Update will sich mein Onkyo nicht mehr per HB steuern lassen. Dort, wo es möglich ist, verbindet man immer besser direkt. Insofern schließe ich mich Mia an und empfehle Dir, Eltako zu verwenden - vorausgesetzt, Du hast im Bereich der Hutschiene stabiles WLAN. Da Du die Teile vernünftigerweise nicht selbst installieren willst, wird Dein befreundeter Elektriker entzückt sein, professionelles Material einsetzen zu dürfen. Der Fachmann wird zuvor auch schauen, wie das vorhandene Stromstoßrelais beschaltet ist. Es gibt eine Variante, wo nur mit Kleinspannung gesteuert wird. Ob das mit dem Eltako auch ginge, weiß ich nicht, hab noch keine verbaut und bin jetzt mal zu faul zum Recherchieren.