Eine solche Lösung kann in meinen Augen über die Jahre leichter mitwachsen und sich entwickeln als ein fest verbautes Bus-System.
Das sehe ich anders. Es kostet mich ein müdes Lächeln, den ganzen Hue-Kram in meiner Wohnung einzusammeln, in die Tonne zu werfen und durch eine völlig andere Technik zu ersetzen - ob proprietär oder nicht.
Nicht richtig. Womit wir mal wieder bei den Kosten wären. Du schaffst erst ein proprietäres System an, welches mit KEINEM ANDEREN System kommunizieren kann. Deswegen wirst Du nur noch darauf angewiesen sein. Klar, wenn Kosten keine Rolle spielen, kannst Du andauernd alles auf den Müll werfen und from scratch on neu aufbauen. Dann kannst Du auch KNX später nachrüsten. Sinnvoll? Nein, oder? Und DAS ist doch genau mein Punkt. Wir sprechen vom Neubau! KNX durch Zigbee, Hue, WLAN, Funk zu ergänzen ist kein Problem. In einem "Netzwerk", also mit voller Kommunikation untereinander. Und KNX gibt es in einer Vielzahl von so vielen Herstellern und alles ist kompatibel untereinander. Und nicht mit der einen App, für den Hersteller, mit einer anderen App für einen anderen usw. Und das umgangssprachliche "Smarthome"? Voller Inkompatibiltäten! Bridges ohne Ende, Frickellösungen mit Homebridge, Conbee und Co (was ich ja selber auch noch einsetze), Matter ist der Lichtstreif am Horizont - aber selbst da ist bereits kommuniziert, dass nicht alle Funktionen übergreifend verfügbar sind. DAS kostet MICH ein müdes Lächeln.
Weswegen ich mich bei unserem Neubau gegen die "neue Smarthome-Technik" (also dieses Hue, Loxone, WLAN, BT etc.) entschieden habe? Siehe oben PLUS Stressresistenz (keine Netzwerkprobleme, keine Frequenz-/Funkthemen), Cyber-Risk-Resistenz, "unendlich" viele Anbieter und es kann in der Anwendung absolut konventionell daherkommen - also mit Funktionen, "normale" Lampen von mir aus auch aus dem Baumarkt, keine Server, keine Updates notwendig. Und wenn ich Logiken, Routinen, Automatismen haben möchte, brauche ich nur ein Frontend (ersetzen). Stromsparende Funktionen? Bei KNX und EnOcean-Technologie mit Energy-Harvesting bereits Massenware. Während Du noch wahnsinnig hässliche Klötze auf Deine Fensterrahmen schraubst, die mit Energie (Batterien) versorgt werden müssen, habe ich Fenstergriffe, die den Status melden - durch Energie der Griffbewegung beim Öffnen/Schliessen versorgt. Dito Lichtschalter. Und der Lichtschalter schaltet heute die eine Deckenlampe und morgen eine Szene. Sonnenstandsnachführung von Jalousien längst Standard.
Ihr vergesst einen ganz wesentlichen Punkt. Dass die Versmartung dummer alter Technologie eben zusätzlich Geld kostet. Wenn man mit all den Einschränkungen der Nichtkompatibiltäten (und App-Vielzahl etc.) hinwegschaut, bleibt immer noch die Frage der Zukunftsbeständigkeit. Wenn ich neu baue, setze ich eine solide zukunftsorientierte Basis, wenn ich an Smarthome interessiert bin. Die Aktoren im Schaltschrank kosten +/- genau dasselbe. Die Verkabelung dito, evtl sogar etwas weniger Lohnkosten weil Sensoren im Ring verlegt werden können und 230V sternförmig, ohne Verbindung zu Schaltern verlegt werden. Und JA, dann kommt die Programmierung. Wer das volle sschuste-Programm (tm) möchte, zahlt mehr. Oder lässt sich eine Basis programmieren (normale Funktionalität) und macht alles andere wie gesagt selbst. Ist ehrlich gesagt auch meine Lösung, weil ich doch am Anfang gar nicht weiss, wie ich die Wohnung, das Haus mal nutzen werden. Wir wohnen jetzt seit 7 Jahren hier, und der Bedarf ändert sich immer noch. Immer weniger, aber immerhin.
Und wer gerade mal Leerrohre ziehen lässt und sonst Hue installiert, bei dem stelle ich mir den Verkauf der Immobilie recht schwierig vor. Bei KNX funktioniert alles weiterhin.
Versteht mich bitte nicht falsch. Ich setze ja selbst beide Technologien ein. Beide haben ihre Daseinsberechtigung. "Gehen" tut beides. Nur ist Hue & Co eine klassische Ergänzungstechnologie und nix anderes. Dafür ist sie konzipiert. Kein ernstzunehmender Elektriker würde jemals Hue in der Erstausrüstung anbieten. Sorry, undenkbar.