wie empfindest denn Du den Vergleich Projektion auf Wand vs. Leinwand?
Gute Leinwände reflektieren besser aufgrund ihres Materials. Das heißt, eine Leinwand wird das projizierte Bild heller anzeigen. Es gibt bestimmt auch irgendwelche Farben, die du auf die Wand schmieren kannst, die das gleiche bewirken, aber davon hab ich keine Ahnung.
Und wie ist die Leinwand montiert?
Meine Leinwand ist aus Kostengründen fix montiert. Ich habe mir hier einen Keilrahmen von 2 x 3 Meter Größe bestellt. Der kostete damals einen Hunderter. Leider schnellen Transportkosten sofort unangenehm in die Höhe, sobald irgendwas länger ist als 2 Meter. So wurde aus dem Hunderter für den Rahmen dann gleich mal knappe 150€. Wenn ich sowas nochmal bestellen sollte, dann besser gleich im 16:9-Format, also 1,7 x 3 Meter.
So einen Rahmen kann jeder zusammenbauen. Ich bin der totale Trottel, wenn es um Handwerk geht. Wenn vorher etwas wackelt, wird es nach meiner Reparatur hinterher noch mehr wackeln. Aber ich habe den Rahmen mit Leichtigkeit zusammengebaut. Wenn ich es kann, dann können es alle.
Auf den Rahmen habe ich dann eine sehr preiswerte Leinwand gezogen (für nen Fuffi) und diese danach in den Mülleimer gestopft. Die war zu dünn und so durchsichtig, dass man die dahinterliegende Stege und Kreuze des Rahmens sehen konnte. Absolut herausgeschmissenes Geld. Ich hab dann noch mal bestellt und zwar was Anständiges. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich gekauft habe, aber es handelt sich um eine Leinwand, die vorne weiß und hinten schwarz ist und von irgendeinem Theaterbedarf angeboten wurde. Ich meine mich erinnern zu können, dass mich diese Leinwand 150€ gekostet hat.
Den Keilrahmen mit der Leinwand zu bespannen ist auch nicht schwierig, aber das macht man besser zu zweit. Ziehen, nach hinten umklappen, festtackern, fertig.
Das ganze Konstrukt habe ich dann einfach an die Wand gehängt. Hinter den Keilrahmen habe ich mit Hue-Lightstrips eine indirekte Beleuchtung angebracht. 2 x 3 Meter ergeben eine Gesamtlänge von 10 Metern, also sind da nun fünf Hue-Lightstrips. Es gab damals keine anderen - heute würde ich eine preiswertere Alternative wählen. Die Lightstrips laufen beim Kinoabend mit 10% Helligkeit in dunklem Blau und geben dem ganzen noch eine interessante Atmosphäre. Ansonsten gehören sie zu meiner normalen Wohnzimmerbeleuchtung.
Den Strom für die Lightstrips liefert ein Notebook-Netzteil. Wenn man nur die Leinwand zählt, war ich also damals mit 300€ dabei, das Hue-Geraffel hat noch mal 400€ gekostet, das Netzteil inklusive DC-Splitter 50€ und dann noch mal einen Zehner für Befestigungsmaterial und anderen Kleinkram. Eine so große Leinwand wird man wohl kaum viel billiger bekommen, die dahinter liegende Beleuchtung inzwischen schon.
Ich wohne in einem Altbau mit 3,5 Meter hohen Decken, da kann man mal größer denken
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