Gesucht: Empfehlungen für Beamer

  • Zu zusammen,


    Nach der Suche nach einem zweiten TV, bin ich irgendwie neugierig geworden, wie es so mit einem Beamer im Wohnzimmer sein würde. Ich habe einige sehr coole Setups gesehen (Bilder) sodass ich mir das ebenfalls vorstellen könnte.


    Ich nehme mal an, es gibt einige Leute hier, die Ahnung von der Materie haben und mir einige Empfehlungen geben könnten. Da ich keine Ahnung davon habe, würden mir auch schon ein paar Hersteller reichen, mit denen ihr in Bezug auf Beamer gute Erfahrungen gemacht habt.


    Folgende Bedingungen hätte ich:

    • 4K wäre super (ist das möglich in dem Preissegment?)
    • Max. 500€
    • Homebridge Plugin verfügbar

    Auch sind Verlinkungen wo ich mich gut schlau machen kann willkommen.


    Cheers

  • Ich würde mir mal die Laser Beamer für Kurzdistanz ansehen. Die kannst weiterhin auf dem LowBoard platzieren.


    Preislich natürlich weit weg von den 500 €, wobei es glaub schon interessant ist.


    Xiaomi Mi Laser-Projektor 150 (Full-HD HDR, Dolby Audio / DTS HD, WLAN, USB, HDMI, Bluetooth, Ethernet, Audio Output, AV Input, ALPD 3.0, 5000 Lumen) High End Speaker, Google Assistant, Android 8.1 https://amzn.to/3wno3xH

  • Danke schon mal für eure Rückmeldungen.


    Dann würde ich mich von 4K erstmal verabschieden, da das Preissegment jenseits dessen liegt, was ich ausgeben möchte - nichtsdestotrotz kann ich mal im Gebrauchtsegment gucken.


    PhilAu

    der Abstand beträgt 2m - 2,5m, wenn ich ihn unter die Decke moniere gute 4 meter, wenn er hinter dem Sofa mittelhoch (also auf ca. 1,8m Höhe) aufgestellt wird.


    Kohle_81

    der sieht tatsächlich ganz interessant aus, auch wenn ebenfalls eher höherpreisig. Ich würde die Montage tatsächlich außerhalb jeglicher Griffweiter des (Klein)Kindes vornehmen wollen. Ich denke, wenn 4K kein Kriterium ist, dann sähe etwas aus, right? Gibt es dort Empfehlungen, die ihr machen könnt?

  • nichtsdestotrotz kann ich mal im Gebrauchtsegment gucken

    Ich habe meinen Beamer vor fünf Jahren gekauft. Zu diesem Zeitpunkt wurde der erste 4K-Beamer für unter zehntausend Euro angeboten. Alle anderen lagen über dieser Grenze. Nicht, dass ich da zugeschlagen hätte, ich habe mir etwas viel Kleineres gegönnt. Ich will nur sagen, dass ich mir nicht vorstellen kann, das der Gebrauchtmarkt irgendwas Brauchbares anbietet - aber ich habe nichts recherchiert.


    Ich hatte damals null Plan von Beamern und habe den auch heute noch nicht. Aber mit "null Plan" meine ich auch alles, was noch dazu gehört - Leinwand ist ein wichtiges Thema, von HDMI-CEC habe ich erst gehört, als ich herausfand, dass mein Beamer das nicht kann, beim Wort Lumen dachte ich, die hätten vorne ein B vergessen, und WTF ist ein Rolling Code?


    Bei mir ist es Philips Screeneo geworden, ein einfacher 1080p-Beamer, der bei mir an einem 1080p-AppleTV hängt. Der geht schon halbwegs gut, aber ich habe folgendes gelernt:

    • Lumen kann nur ersetzt werden durch mehr Lumen. Mein Beamer macht 2000 Lumen, so dass es im Raum absolut dunkel sein muss, um darauf einen Film zu sehen. Sehr düstere Filme machen darauf keinen Spaß. 2000 Lumen sind also viel zu wenig.
    • Die Leinwand kostet Geld und man kommt nicht drum herum. Gute Leinwände können aber leicht durch bessere Leinwände ersetzt werden. Bessere Leinwände kosten unverschämt mehr Geld. Bei einer Leinwand, die automatisch von oben heruntergeleiert kommt, muss du darauf achten, dass die Ränder keine Wellen schlagen. Ich habe von diesem Vorhaben damals Abstand genommen - bessere Leinwände kosteten zu diesem Zeitpunkt 600€ aufwärts. Ich habe mir also selber eine starre Leinwand auf Basis eines Keilrahmens gebaut. Das war sehr einfach, nachdem ich erstmal 100€ für ungeeignetes Material zum Fenster herausgeworfen hatte.

      Natürlich kann man auch direkt auf die Wand projizieren. Rauhfaser macht dann aus jedem Schauspieler ausnahmslos einen Alien mit Pickeln, der in einer Landschaft mit Pickeln agiert - egal ob du Star Trek oder die Schwarzwaldklinik anschaust. Für diejenigen, die auf Pickel stehen, ist das natürlich ein absolutes Muss. Oder du projizierst auf eine glatt verputzte Wand, wobei mit "glatt verputzt" natürlich sehr, sehr glatt verputzt gemeint ist.
    • Mein Projektor hat eine IR-Fernsteuerung, die auf Basis eines Rolling Codes arbeitet. Ich habe weder einen Harmony Hub noch einen Broadlink RM dazu bringen können, diese Fernsteuerung zu ersetzen. Somit kann ich den Projektor nicht in mein Smarthome einbinden. Da er auch kein HDMI-CEC kann, kann er auch nicht per AppleTV eingeschaltet werden.

    Ich empfehle daher eine Beratung durch ein Fachgeschäfts, wo man sich so einiges auch ansehen kann. Ich war damals bei http://www.heimkinoraum.de, aber es gibt sicherlich auch andere. Aber da kann man alle Fragen loswerden. Die haben auch bei YouTube ein Sammlung von Tipps und Tricks und guten Hinweisen.


    Insgesamt betrachtet glaube ich, dass du deinen 500€-Plan lieber fallen lassen solltest. Damit wirst du kein befriedigendes Ergebnis erzielen. Bei gebrauchten Projektoren solltest du im Hinterkopf haben, dass die eingebauten Lampen eine gewisse Lebensdauer haben.


    Und wenn man es dann ordentlich krachen lassen kann, dann kommt der Sound dazu. Aber das ist eine andere Geschichte.

  • Meine Leinwand ist 2,7 Meter breit. Ich sitze 4 Meter weit weg. Der Beamer ist 5m weg.

    2 Meter Abstand ist so ungefähr wie Kino in der ersten Reihe - gute Beinfreiheit aber nur was für Fische mit Weitwinkelaugen. Und du brauchst auch einen Nahfeldbeamer.

    In der Gebrauchsanleitung steht bei welcher Entfernung er welche Breite liefern kann. Da ist rechnen und messen angesagt.


    Ich hab einen relativ günstigen Acer der allerdings bereits HD kann. Wird über eine Shelly ein und ausgeschaltet - mehr muss er nicht können. Alles andere läuft über Apple TV.


    Ganz wichtig ist eine ordentliche Surround Anlage. Die hat, glaub ich, mehr gekostet als der Beamer. Unbedingt richtig aufstellen und einrichten.


    Weiße Wand, sauber verputzt und mit Leinwandfarbe ist ein guter Ersatz für Leinwand.


    walta

  • Es ist immer wieder ein Fest, deine Beiträge zu lesen :-D Das sind super Hinweise, danke dir. Ich werde damal vorbeischauen/-hören und meine Fragen mal bei denen stellen. Auf YouTube hab ich tatsächlich bereits 1;2 Videos von den Jungs gesehen.


    Meine Leinwand ist 2,7 Meter breit. Ich sitze 4 Meter weit weg. Der Beamer ist 5m weg.

    2 Meter Abstand ist so ungefähr wie Kino in der ersten Reihe - gute Beinfreiheit aber nur was für Fische mit Weitwinkelaugen. Und du brauchst auch einen Nahfeldbeamer.

    In der Gebrauchsanleitung steht bei welcher Entfernung er welche Breite liefern kann. Da ist rechnen und messen angesagt.

    Mit der 2m Angabe war nicht die Sitzentfernung gemeint, denn die beträgt knapp 4 Meter. Die 2 Meter wäre der Abstand zu Leinwand, wenn der Beamer an der Decke montiert werden würde (dort ist eine Kabelauslass, welche ich umfunktionieren könnte, da eh keine Lampe dranhängt.)


    Mit meinem aktuellen Sound bin ich bisher zufrieden. Ich habe ein 5.1 System von Teufel. Das würde ich natürlich weiterhin benutzen. Klar, ist kein Atmos, aber ist okay.


    Wir haben bei uns im Haus zwar Glattputz, aber das ist jenseits von Q3; mit einigen ordentlichen Kanten drin. Ein Versuch - nachdem die Kanten rausgeschliffen sind natürlich - ist dennoch Wert denke ich.

  • Dann passt das. Ob ein Beamer mit 2 Meter Abstand deine Leinwand schafft steht in der Gebrauchsanleitung. Da hab ich vor dem Kauf viel gerechnet und gemessen. Leichter gehts mit 4-5 Meter Abstand.

    5.1 von Teufel ist ausreichend, meiner Meinung nach. Atmos wären dann einfach 2 zusätzliche Lautsprecher an die Decke und ein Receiver der Atmos kann. Werd ich machen wenn ich mir einen neuen Beamer zulege - dauert aber noch.


    Meine erste Leinwand war übrigens ein Verdunkelungsrollo vom IKEA. Hat damals bei den Leinwandtest erstaunlich gut abgeschnitten und nur 30 Euro gekostet ;-)


    walta

  • Lass es mit Deiner Idee! Ein Setup mit einem Beamer für unter 500, der auf eine Glattputzwand projizieren soll, von der Du dann 4m weit weg sitzt, wird im qualitativen Desaster enden. Selbst wenn Du "irgendetwas" für um 500 in Deine Wohnung gewürgt bekommst, wirst Du es sehr bald bereuen. Aber dann steht das Gewürge da und Du hast das Geld in den Sand gesetzt.


    Erster Tipp:

    Guck Dir irgendwo mal verschiedene Beamer-Setups in dem Preissegment live an. Inkl. Projizierung auf Wand und bei den Umgebungslichtbedingungen, wie sie bei Dir herrschen. Bei allem, was ich da jetzt von Dir gelesen habe, wirst Du am Ende auf ein flaues, verwaschenes Bild schauen. Beste Anlaufstelle ist grobi.tv in Kaarst.


    Zweiter Tipp:

    Spar Dir das Geld und kaufe Dir besser einen billigen grossen TV. Ich wage zu behaupten, dass jeder Billig-TV Dir ein besseres Sehvergnügen beschert, als das mit dem Beamer-Setup.


    Dritter Tipp:
    Wechsel für Deine Frage ins HiFi-Forum. Wenn ich hier den ein oder anderen Tipp lese (eine Wand ist ein guter Leinwand-Ersatz), gruselt es mich.


    Lass die Finger von der Idee mit dem Beamer bei diesen finanziellen Vorstellungen. Vorsichtig anfangen nachzudenken kannst Du ab Faktor 4.

  • Kauf dir was teueres ist nun nicht wirklich ein hilfreicher Tipp.


    Gute Beamer um 500€ sind schon machbar. Keine 4k - das ist klar, aber HD Auflösung geht schon. Man muss natürlich suchen und vergleichen.


    Wand als Leinwand ist auch möglich. Aufwendig aber möglich.


    HIFI Forum ist nicht wirklich eine gute Informationsquelle. Dort bekommt man sehr oft den Hinweis man soll sich was teueres kaufen. Die geben manchmal 500€ nur für die Kabel aus.

    Wenn dann würde ich in einem Beamer Forum nachlesen. Nach Recherche dort hab ich mein Setup gefunden und bin sehr zufrieden.


    walta

  • Ich habe mich im Hifi-Forum mal versucht etwas einzulesen. Mal davon abgesehen, dass es schrecklich designed und unübersichtlich ist, sind die Informationen aber ganz gut gewesen. Und ja, da muss ich natürlich zustimmen, es ist recht stark auf High-End ausgelegt. Jedoch unterschreibe ich das, dass ich ungern 500€ ausgebe und mich dann am Ende in den Sand setze. Dann doch lieber das Budget erhöhen und am Ende aber zufrieden sein.


    Walter

    Magst du mal den Link zum besagte Forum posten?

  • Ich hab keine Link für dich. Als ich meinen Beamer gekauft habe, das ist schon ein paar Jahre her, hab ich einfach in mehreren deutschsprachigen Forum gelesen und mich informiert.


    Hab gerade nachgeschaut. Mein Gerät ist ein Acer. Gekauft 2009 um knapp 450€.


    walta

  • Sorry, walta, das ist Quatsch. Im HiFi-Forum werden die "von Jungfrauen unter Neumondbedingungen Adamantium-geklöppelten High-End-HDMI-Kabel" regelmässig an den Pranger gestellt. Aber ja, Du hast mit einem Recht, dass der Ratschlag bei Videoequipment eher zu höherpreisigen Sachen geht. Warum? You get what you pay for!


    Wer einfach nur "grosses Bild" möchte, kann sich ja mal mit einem Präsi-Projektor eine Präsi auf nackter Wand ansehen. Wem das reicht, geht dann die nächste Stufe und schaut einen Film. Wer damit zufrieden ist, soll glücklich sein.


    Wer aber anfängt seine Wand speziell aufzubereiten, einen Billigbeamer unter die hängt, dafür uU noch einen Kabelkanal ziehen/schlitzen lässt etc. sollte eben besser das Geld sparen, und einen grossen (Billig-)TV kaufen. Allein die Tatsache, dass bei der weissen Wand (Was ist weiss? Was sind die Reflektionseigenschaften? Unebenheiten etc.?) ein "Rahmen" fehlen dürfte, wird das (ohne dürftige Billig-)Beamer-Bild massiv negativ beeinflussen. Und selbst wenn schwarzer Rahmen - in welchem Format? Ausserdem: Macht es dem/der Mitbewohner:in nichts aus?


    Und. noch etwas, walta. Einen 2.000 "teuren" Beamer als teuer zu bezeichnen ist... fällt mir gar nichts zu ein. Das ist eher das absolute Minimum, was man investieren muss. Plus Kabel, Leinwand oder von mir aus auch Dein Wandumbau etc. Und es ist und bleibt ein Kompromiss. Dann doch lieber einen grossen TV. Wenn man ernsthaft und mit Genuss Filme gucken möchte, ist man - ohne etwas wirklich dolles zu haben - locker 5.000 los. Und hat immer noch gewisse Einschränkungen. Wohlgemerkt, ich spreche von Neugeräten.


    Zu mir: Ich habe vermutlich damals, vor 14 Jahren, so um die 10.000 für einen JVC D-ILA 1 mit maskierbarer Motorleinwand (110 Zoll wenn ich mich recht erinnere) und Schnickschnack ausgegeben. Und ich bezeichne mich selbst nicht als "Highend-Fanatiker". Das Setup ist für Filmabende. Für everyday habe ich einen gleich alten Pioneer Kuro in 50 Zoll. Würde ich das heute nochmal so machen? Vermutlich nein. Warum? Weil die Einschränkungen eines Beamer-Setup zu umfangreich sind. Dann doch lieber auf Diagonale verzichten. So erwäge ich derzeit den Kauf eines 83 Zoll TV, der dann zugegebenermassen heutiges Highend ist. Aber ich habe keinen Druck und so bleibt momentan noch alles beim alten.


    Was will ich damit sagen? Beamer vs. TV an sich ist "normalerweise" bereits eine qualitative Einschränkung wegen der Umgebungsbedingungen. Wer keinen dedizierten Beamer-Raum hat, wird dies anerkennen müssen. Wer aber dann noch riesige Abstriche in der Qualität machen muss, damit es ins Budget passt, kauft sich noch mehr Einschränkungen ein. Dann lieber einen selbstleuchtenden TV, weniger Diagonale, einfachere Bedingungen. Kurzum: Mehr Qualität fürs Geld. Aber ja. Weniger Diagonale. ;-) Und wenns eben billig und trotzdem gross sein muss, nimmt halt einen dieser nicht-farbgetreuen Samsungs o.ä. Die auch nicht ideal sind aber immerhin "Punch" haben, Kontrast und Helligkeit. Die Billigbeamer haben alle Einschränkungen der Billig-TV plus zusätzliche Einschränkungen und demgegenüber steht mehr Diagonale.


    Deralte, wenn Du in der Nähe von Kaarst (bei Mönchengladbach) wohnst, fahr mal zu grobi.tv. Und dann guck Dir einfach mal spasseshalber einen Highend-Beamer an und lass Patrick das Licht anmachen oder das Bild auf eine Wand projizieren. Und Highend ist eher die Preisklasse 10.000 (nur für den Beamer) aufwärts. ;-)


    Audio/Video ist am Ende eben doch nochmal ein bisschen etwas anderes als Smarthome-Elektrik, wo Sensor/Aktor einfach nur funktionieren müssen. X-)

  • Hey,


    so ein Show-Room beim Fachhändler kann einem ziemlich die Augen öffnen. Die Kosten, die dann dahinterstecken, aber definitiv auch - bzw. eher zusammenkneifend schließen und flinkem Fuße den Laden verlassen.


    Ich bin da tatsächlich ziemlich naiv rangegangen, würde ich mal behaupten :D Aber gut, jetzt bin ich etwas schlauer und denke, vielleicht doch eher in Richtung TV (nur halt eben größer) auszuweichen. Auch wenn das Thema wirklich sehr spannend ist und reizt: Die Kosten sind für ein gutes Setup zu übel.

  • Das Setup ist für Filmabende. Für everyday habe ich einen gleich alten Pioneer Kuro in 50 Zoll.

    So ähnlich ist es auch bei mir. Meinen Beamer setze ich tatsächlich nur für Filmabende mit Freunden ein. Wenn ich allein bin, nutze ich ihn fast nie. Und da ich ein komischer Typ bin, der nicht mal ein TV hat, sehe ich nahezu alles auf meinem iMac, und das noch nicht mal Fullscreen.


    Würde ich noch mal einen Beamer kaufen? Tja. So eingeschränkt mein Screeneo auch sein mag: ich würde ihn tatsächlich vermissen. Der Beamer ist ein Kurzdistanzbeamer, das heißt, er steht etwa 50 cm vor meiner Leinwand und reißt von da aus ein Bild von 3m x 1,7m auf (etwa 135 Zoll Diagonale) auf. Das hört sich schon nach einem Haufen Kompromissen an, aber solange mir keiner einen guten Projektor zum Vergleich daneben stellt, vermisse ich auch nichts.


    Gekostet hat das Ding vor fünf Jahren 1800€, für die Leinwand habe ich weitere 250 Dinger hingelegt. Dafür, dass ich ihn selten nutze, ist er ein absolutes Luxusteil. Meine Freunde lieben ihn :D.

  • Gekostet hat das Ding vor fünf Jahren 1800€, für die Leinwand habe ich weitere 250 Dinger hingelegt. Dafür, dass ich ihn selten nutze, ist er ein absolutes Luxusteil. Meine Freunde lieben ihn :D.

    Mal weg von dem Beamer - wie empfindest denn Du den Vergleich Projektion auf Wand vs. Leinwand? Und wie ist die Leinwand montiert? Eine Rollowand oder fix?


    Am Ende geht man dann ja auch häufig mit der Leinwand noch zusätzliche Kompromisse ein. Ein Kasten an der Decke vs. fixe Rahmenleinwand, die ständig sichtbar ist, hat halt selten einen hohen WAF. ;-)

  • Am Ende geht man dann ja auch häufig mit der Leinwand noch zusätzliche Kompromisse ein. Ein Kasten an der Decke vs. fixe Rahmenleinwand, die ständig sichtbar ist, hat halt selten einen hohen WAF. ;-)

    Motorleinwand und Decke abhängen, kann man auch gleich den Beamer via Lift in der Decke verschwinden lassen😉. Findige Hand/Heimwerker bauen oft auch gleich eine indirekte Beleuchtung mit ein.

    Passende Deckenhöhe vorausgesetzt.

  • wie empfindest denn Du den Vergleich Projektion auf Wand vs. Leinwand?

    Gute Leinwände reflektieren besser aufgrund ihres Materials. Das heißt, eine Leinwand wird das projizierte Bild heller anzeigen. Es gibt bestimmt auch irgendwelche Farben, die du auf die Wand schmieren kannst, die das gleiche bewirken, aber davon hab ich keine Ahnung.

    Und wie ist die Leinwand montiert?

    Meine Leinwand ist aus Kostengründen fix montiert. Ich habe mir hier einen Keilrahmen von 2 x 3 Meter Größe bestellt. Der kostete damals einen Hunderter. Leider schnellen Transportkosten sofort unangenehm in die Höhe, sobald irgendwas länger ist als 2 Meter. So wurde aus dem Hunderter für den Rahmen dann gleich mal knappe 150€. Wenn ich sowas nochmal bestellen sollte, dann besser gleich im 16:9-Format, also 1,7 x 3 Meter.


    So einen Rahmen kann jeder zusammenbauen. Ich bin der totale Trottel, wenn es um Handwerk geht. Wenn vorher etwas wackelt, wird es nach meiner Reparatur hinterher noch mehr wackeln. Aber ich habe den Rahmen mit Leichtigkeit zusammengebaut. Wenn ich es kann, dann können es alle.


    Auf den Rahmen habe ich dann eine sehr preiswerte Leinwand gezogen (für nen Fuffi) und diese danach in den Mülleimer gestopft. Die war zu dünn und so durchsichtig, dass man die dahinterliegende Stege und Kreuze des Rahmens sehen konnte. Absolut herausgeschmissenes Geld. Ich hab dann noch mal bestellt und zwar was Anständiges. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich gekauft habe, aber es handelt sich um eine Leinwand, die vorne weiß und hinten schwarz ist und von irgendeinem Theaterbedarf angeboten wurde. Ich meine mich erinnern zu können, dass mich diese Leinwand 150€ gekostet hat.


    Den Keilrahmen mit der Leinwand zu bespannen ist auch nicht schwierig, aber das macht man besser zu zweit. Ziehen, nach hinten umklappen, festtackern, fertig.


    Das ganze Konstrukt habe ich dann einfach an die Wand gehängt. Hinter den Keilrahmen habe ich mit Hue-Lightstrips eine indirekte Beleuchtung angebracht. 2 x 3 Meter ergeben eine Gesamtlänge von 10 Metern, also sind da nun fünf Hue-Lightstrips. Es gab damals keine anderen - heute würde ich eine preiswertere Alternative wählen. Die Lightstrips laufen beim Kinoabend mit 10% Helligkeit in dunklem Blau und geben dem ganzen noch eine interessante Atmosphäre. Ansonsten gehören sie zu meiner normalen Wohnzimmerbeleuchtung.


    Den Strom für die Lightstrips liefert ein Notebook-Netzteil. Wenn man nur die Leinwand zählt, war ich also damals mit 300€ dabei, das Hue-Geraffel hat noch mal 400€ gekostet, das Netzteil inklusive DC-Splitter 50€ und dann noch mal einen Zehner für Befestigungsmaterial und anderen Kleinkram. Eine so große Leinwand wird man wohl kaum viel billiger bekommen, die dahinter liegende Beleuchtung inzwischen schon.


    Ich wohne in einem Altbau mit 3,5 Meter hohen Decken, da kann man mal größer denken :D.

  • Motorleinwand und Decke abhängen, kann man auch gleich den Beamer via Lift in der Decke verschwinden lassen😉. Findige Hand/Heimwerker bauen oft auch gleich eine indirekte Beleuchtung mit ein.

    Passende Deckenhöhe vorausgesetzt.

    Naja, geht so. Bei mir war zugegebenermassen gar nicht die Alterntive mangels Deckenhöhe (2.55) nicht gegeben. Daher habe ich die Leinwand an der Wand, wo auch der Pioneer hängt, in einem Trockenbau"kasten" (an der Decke) untergebracht. Sieht sauber aus, man sieht nichts von der Leinwand und der Trockenbau an der Decke bildet zusammen mit den beiden seitlichen Elementen, wo die Lautsprecher und Subwoofer untergebracht sind, auch nur beim TV gucken einen schnen Kontrast und Rahmen. Anders als beim "versenkten" Beamer, der mehr oder minder bei mir mitten im Raum hängt (bzw. auf einem abgehängten Regelboden steht, zusammen mit indirekter Beleuchtung), geht halt keine bzw. kaum Deckenhöhe verloren. Wer aber den Beamer mit Lift versenkt, wird sicher auch seine Leinwand verstecken. :)


    Ja klar, hat was gekostet. Trotzdem kein High-End. Und trotz allem ein grosser Kompromiss, den ich heute in Zeiten grosser TV zu akzeptablen Preisen nicht mehr machen würde.