Das Projekt ist bereits beendet. Trotzdem danke für den Link. Da darf ich eigentlich gar nicht reinschauen
. Unter der Decke hängen jetzt billige China-Kracher (ein Lixada Washer und vier PicoSpots). Deren Lüfter habe ich durch bessere ersetzt, man hört sie aber trotzdem. Als Traverse nutze ich zwei DecoTruss, die sich aber als etwas zu schwach erwiesen haben.
An der Traverse hängt auch ein Raspi namens Lichtmaschine, der die erforderliche Software bereitstellt. An den Strom angeschlossen sind alle Komponenten über zwei Koogeek-Mehrfachsteckdosen.
Die Steuerung der Moving Heads erfolgt über Szenen. Dabei aktiviere ich eine Szene und belasse sie dann über Stunden so. Beispielsweise drehen sich die Lampen so, dass sie meine Gitarrensammlung beleuchten, oder wenn mal wieder Kino-Abend ist, dann gehen alle aus bis auf eine, die sich dann so dreht, dass sie mit nur 10 Prozent Helligkeit den Wohnzimmertisch anleuchtet, damit ich meinen Drink wiederfinde. Es gibt noch eine Handvoll anderer Szenen, die alle Lampen oder nur einzelne ansteuern.
Die Lampen einzeln zu steuern ist nicht so einfach: über die Regler in der Home-App für Tilt und Pan ist es ein Geduldsspiel und über Siri ist es auch nicht einfach: "Hey Siri, stelle wz-p1-tilt-26 auf 63%" überfordert hier gleich zwei - erst mich beim Aussprechen und danach Siri. Da ich nicht ständig die Lampen bewegen will, so wenig wie andere ständig die Farbe ihrer Lightstrips ändern wollen, läuft halt alles über voreingestellt Szenen, wie bei den anderen Kindern auch.
Um Programmierung kommt man nicht herum. Die Treiber der Lampen sind in Javascript programmiert. Hier habe ich die Vorlagen von homebridge-dmxuniverse so angepasst, dass sie auf meine Moving Heads passen. Weiterhin habe ich Node Red verwendet, damit ich Szenen auch über Alexa aufrufen kann. Ich habe festgestellt, dass die Lichtleistung für ein Wohnzimmer unerheblich ist. Tatsächlich dimme ich sie auf Parties herunter (per Hue Dimmschalter).
War ein tolles Projekt und hat eine Menge Spaß gemacht und macht es immer noch. Die billigen Moving Heads tun ihre Arbeit, und da sie sich ja auch nicht allzusehr bewegen, werden die wohl eine Weile halten. Richtig Rambazamba mit voll Power machen die nur auf meiner Silvesterparty. Wenn ich das ganze noch mal machen sollte, würde ich eine stabilere Aufhängung wählen. Leider bin ich ein wirklich mieser Handwerker. Bessere Moving Heads sollten lüfterlos sein oder über einen Temperatur gesteuerten Lüfter verfügen, was aber in der Billig-Preisklasse nicht zu bekommen ist. Und natürlich muss man auch über den Stromverbrauch nachdenken: die fünf Moving Heads brauchen um die 180 Watt.
Gekostet hat mich das Ganze etwa 900€ (fünf Moving Heads + Traverse + Raspi + DMX-Interface + Koogeeks + Kabelgedöns).
Stefan